Bei Schneefall gezielt alarmieren mit IMASYS® Alert

Wenn Schnee fällt, muss der Winterdienst eines Flughafens umgehend die nötigen Kräfte aufbieten. Der Flughafen Zürich nutzt dafür seit der vergangenen Wintersaison den Cloud-Service IMASYS® Alert. Rund 340 Fahrer von Räumfahrzeugen sind in das Alarmsystem eingebunden, das aufgrund seines Rückkanals eine schnelle und gezielte Nachalarmierung erlaubt.

«Wir können nun jedes gängige Mobil- oder auch Festnetztelefon in das System einbinden.» Markus Christen, Leiter der Werkhofzentrale des Flughafens Zürich

Starker Schneefall ab vier Uhr nachts, zwei Stunden vor Beginn des Flugbetriebs: Bei dieser Wetterprognose ist der Winterdienst des Flughafens Zürich im wahrsten Sinne des Wortes alarmiert. Denn nun müssen sehr grosse Flächen innerhalb kurzer Zeit geräumt werden: rund 657 000 m2 Pisten, 650 000 m2 Rollwege, eine Million Quadratmeter auf den Vorfeldern und 640 000 m2 Strassen.

Für diese Aufgabe stehen dem Winterdienst bis zu 120 Fahrzeuge zur Verfügung. Dazu gehören vier Gross-schneeschleudern und drei Schnee-Verladefräsen sowie 23 Jetbrooms, die den Schnee pflügen und im gleichen Arbeitsgang den Asphalt freiblasen.

 

Bei Schneefall: Grossaufgebot in Bereitschaft 

Wie viele Fahrzeuge aufgeboten werden, entscheidet der jeweils verantwortliche Winterdienst-Koordinator in Abstimmung mit dem verantwortlichen Airport-Manager. Er alarmiert dann auch die entsprechenden Fahrer, die rund um die Uhr im Bereitschaftsdienst sind. Markus Christen, Leiter der Werkhofzentrale des Flughafens Zürich: «Bei uns sind insgesamt 120 interne und 220 externe Fahrer während der gesamten Winterzeit in einer Pikettstruktur organisiert.» 

Eine wichtige Funktion bei der Alarmierung ist die Rückmeldung der angeforderten Fahrer: «Es geht ja nicht nur um die Anzahl der Mitarbeiter, sondern auch darum, dass die jeweils aufgebotenen Fahrzeuge mit den dafür geschulten Fahrern besetzt werden. Wir alarmieren also sehr gezielt.» Das heisst: Sobald zum Beispiel der vorgesehene Fahrer einer Schneefräse den Alarm nicht quittiert, muss der aufbietende Mitarbeiter einen geeigneten Kollegen nachalarmieren.

 

Suche nach neuem Alarmierungssystem

In der Vergangenheit nutzte der Flughafen für diese Aufgabe ein Alarmierungssystem von Swissphone. Die Fahrer waren mit Pagern ausgerüstet, die über den zentralen I.SEARCH-Alarmserver angesteuert wurden. Markus Christen: «Dieses System war bei uns knapp zehn Jahre sehr solide im Einsatz, wir versendeten Textnachrichten über die Pager. Da die alten Pager über ein 2G-Modul kommunizieren, mussten wir uns mittelfristig nach einer Alternative umschauen – die Rückmeldungen sind nämlich auf dem 2G-Netz, das über kurz oder lang abgeschaltet wird.»
Bei der Suche nach einem Nachfolgesystem entschieden sich die Verantwortlichen des Flughafens nach gründlicher Analyse für IMASYS Alert von Swissphone. Damit erübrigt sich die Anschaffung von Hardware, denn bei diesem System handelt es sich um eine cloudbasierte Plattform. Darauf loggt sich die Organisation respektive der Anwender in seinen geschützten Bereich ein, den er individuell an seine Anforderungen anpassen kann.
(siehe Textkasten).


Erhöhte Flexibilität – hohe Verlässlichkeit

IMASYS Alert bietet die Möglichkeit, den Pikettdienst per Telefon statt über Pager zu alarmieren. Gemäss Einsatzplan erhält jeder Pikettmitarbeiter einen automatisch generierten Anruf: Es wird eine Sprachdatei übermittelt, inklusive der Möglichkeit zu quittieren. Quittiert eine Person nicht, wird der aufbietende Mitarbeiter versuchen, die Person auf anderem Weg zu erreichen oder ruft manuell einen anderen befähigten Mitarbeiter an.
Markus Christen: «Wir können nun jedes gängige Mobil- oder auch Festnetztelefon in das System einbinden. Allerdings haben wir die Pager in der ersten Wintersaison als Backup beibehalten, weil wir noch keine Erfahrungen mit dem IMASYS-System hatten.»
Grundsätzlich sind die Erfahrungen aus der ersten Saison sehr gut: «Das System ist aus der Sicht der aufbietenden Personen sehr stabil gelaufen – eine grosse Verbesserung gegenüber dem zuvor eingesetzten Tool.» Auch die flexible Anpassung an veränderte Gegebenheiten sowie das hohe Sicherheitsniveau und die einfache Bedienung des webbasierten Tools werden geschätzt.
Zu den Optionen, die der Flughafen nutzt, gehört die Kommunikationsfähigkeit des Systems: «Parallel zu IMASYS arbeiten wir mit einem Personaleinsatzplanungstool, um die Pikettstruktur abbilden zu können. Diese Struktur wird regelmässig in den Kalender von IMASYS eingelesen, so dass automatisch die jeweils diensthabenden Mitarbeiter alarmiert werden.»

IMASYS Alert erlaubt auch die Alarmierung des Pikettdienstes per App. Diese Möglichkeit wird beim Flughafen Zürich jedoch nicht in Betracht gezogen. Markus Christen: «Es ist gut zu wissen, dass wir mit IMASYS noch Optionen haben. Wir möchten aber grundsätzlich beim Telefonanruf mit Sprachnachricht bleiben.»

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Der Flughafen Zürich –  ein Hub mitten in Europa

Mit knapp 30 Millionen Passagieren und über 270.000 Flugbewegungen* ist der Flughafen Zürich der grösste Flughafen der Schweiz. Er verzeichnet im Schnitt 741 Flugbewegungen am Tag und bietet 185 Destinationen in 66 Länder an. 
Um die für den Flugbetrieb und den Zubringerver-kehr nötigen Flächen von insgesamt drei Millionen Quadratkilometer schnee- und eisfrei zu halten, kann der Winterdienst bis zu 340 Mitarbeiter und 120 Fahrzeuge aufbieten. Im vergangenen Jahr ver-brauchte er 1.3 Millionen Liter flüssiges Enteisungs-mittel und 492 t Tausalz.
(*Alle Zahlen gelten für 2017)

 

IMASYS Alert – Universelle Plattform für die Alarmierung

IMASYS Alert ist eine universelle, cloudbasierte Plattform, die unterschiedliche Alarmierungssyste-me und -kanäle bündelt. Das von der Swissphone Wireless AG entwickelte System ermöglicht manuel-le und automatische Alarmierungen über SMS-, Pa-ging-, E-Mail- und Sprachnachrichten, die – wenn gewünscht – über einen Rückkanal quittiert werden können. Dabei muss der Anwender weder Investi-tionen tätigen noch eine Infrastruktur vorhalten und pflegen: Er ruft einfach seinen geschützten Bereich auf der Plattform auf und kann dort seine Daten ver-walten. 
Das System zeichnet sich u.a. durch einfache Hand-habung und hohe Flexibilität aus. Zum Beispiel kön-nen Schichtpläne und Adressdateien einfach impor-tiert werden. Die Übertragungssicherheit wird u.a. dadurch gewährleistet, dass der Anwender die Alar-me bei einem Ausfall seines Internetzugangs auch über das Handynetz (mit Smartphone oder Tablet) schreiben, senden und die Quittierungen empfan-gen kann.

 

IMASYS Erklärvideo

Über Swissphone Wireless AG

Swissphone steht für die sichere Alarmierung

Die Swissphone-Gruppe ist eine führende, international tätige Anbieterin modernster und zuverlässiger Alarmierungs- und Kommunikationslösungen. Wir fokussieren die gesamte Kette der Alarmierung: Von der Produktion von robusten Pagern für Blaulichtorganisationen über die Konzeption von sicheren Alarmierungsnetzen bis hin zur Entwicklung von innovativen Softwarelösungen für das Ressourcenmanagement. Dabei konzentrieren wir uns seit jeher auf zwei Attribute – auf höchste Qualität und absolute Zuverlässigkeit. Dank des fundierten Know-hows, begründet auf unserer fast 50-jährigen Erfahrung, sind wir ausgewiesene Experten in der Konzeption und im Aufbau von drahtlosen Kommunikationssystemen.

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